Das Ereignis verstehen
Alte Wurzeln
Der Völkermord an den Tutsi hat seine Wurzeln in der von den westlichen Ländern im 19. Jahrhundert entwickelten kolonialen Politik und rassistischen Ideologie.
Anfang der 1960er-Jahre etablierte die koloniale Befreiungsbewegung, die sich weitgehend auf einen Ethno-Nationalismus der Hutu stützte, in der ruandischen Gesellschaft nachhaltig die Ablehnung der "herrschenden Klasse" der Tutsi. Der ausgenutzte und hochgewordene ethnische Antagonismus wird zu einem wesentlichen Bestandteil der neuen ruandischen Republik, die nach und nach jede Form politischer Opposition abbaut, insbesondere die Ruandische Patriotische Front (RPF).