Präsentation der Ausstellung

Anlässlich des Jahrestages der Gründung des Staates Israel (14. Mai 1948) erinnert die vom Shoah-Memorial organisierte Ausstellung Alyah Beth vom 6. Mai bis 5. Oktober 2008 an die heimlichen Abfahrten von Juden aus Frankreich nach Eretz Israel (hebräischer Name für Palästina) zwischen 1945 und 1948. Alyah ist ein hebräischer Begriff für die jüdische Auswanderung ins Heilige Land.

Während Europa seinen Sieg über den Nationalsozialismus feiert, wurden fast 40% der jüdischen Weltbevölkerung vernichtet. Die wenigen Überlebenden der Lager kehren nach und nach in ihre Herkunftsländer zurück. Viele jüdische Überlebende weigern sich, nach Mittel- und Osteuropa zurückzukehren. Dies aufgrund des virulenten Antisemitismus, der dort wie in Polen häufig wütet, aber auch, weil ihre ursprüngliche Gemeinschaft ausgelöscht wurde.

Vor allem in Deutschland und Österreich schließen sie sich den von Briten und Amerikanern organisierten "Vertriebenenlagern" an.

Aus diesen Lagern floss der heimliche Exodus der Juden nach Palästina: 1945 bis 1948 schafften es 70.000 Emigranten, trotz der britischen Blockade dort einzudringen.

Die Ausstellung hebt die besondere Rolle hervor, die das Frankreich der Befreiung spielt, das eine konkrete Unterstützung für ein ausgedehntes Netz illegaler Einwanderer nach Palästina leistet und seine internationale Unterstützung bei der Entstehung des Staates Israel nicht schmälert.

Die öffentliche Meinung und das Wohlwollen der französischen Behörden behindern die britische Politik gegenüber dem Einmarsch der Juden in Palästina; das Epos des Schiffes Exodus im Sommer 1947 bleibt in dieser Hinsicht die symbolträchtigste Episode.

  • Vom 6. Mai bis 5. Oktober 2008
  • Ort: Ebene 1
  • Freier Eintritt
  • Täglich außer samstags von 10 bis 18 Uhr,
  • am Donnerstag bis 22 Uhr
L'Haganah Ship Exodus 1947 accoste dans le port de Ha�fa

Die Haganah Ship Exodus 1947 legt im Hafen von Haifa an.
© Shoah-Gedenkstätte / CDJC