Frohes neues Jahr 2018 an alle!

"Die Erinnerung an die Shoah muss immer verteidigt werden und ihre Erneuerung in irgendeiner Form verhindert werden, indem man die Werte einer echten politischen und sozialen Demokratie verteidigt und versucht, sie bis an die Grenzen unseres Planeten zu erweitern." (Beate und Serge Klarsfeld, Mémoires, Fayard-Flammarion, 2015 / Livre de Poche, 2016). Die von Beate und Serge Klarsfeld auf mehreren Kontinenten geführten Kämpfe für die Anerkennung der Geschichte der Shoah, damit Gerechtigkeit geübt wird, sind in der ihnen bis zum 29. April gewidmeten Ausstellung dargestellt. Mit ihrem beispielhaften Engagement wollten wir dieses neue Jahr beginnen.

Im ersten Quartal 2018 werden wir über den 80. Jahrestag der Annexion Österreichs durch Nazi-Deutschland sprechen. Die expansionistische Politik des Dritten Reiches zeigte sich im Laufe des Jahres 1938 und führte zur Flucht von Tausenden von Antinazis und Juden in Länder wie die Schweiz oder die USA, die ihre Grenzen in den folgenden Jahren schließen sollten. Zwei außergewöhnliche Veranstaltungszyklen im Edmond J. Safra-Auditorium finden in Österreich anlässlich des 80-jährigen "Anschlusses" und der Schweiz statt, die bis März den Vorsitz der Internationalen Holocaust-Erinnerungsallianz innehat. Ein dritter Zyklus rund um den "Tag des Gedenkens an den Holocaust" wird die Vorpremiere des Dokumentarfilms Die vier Schwestern in Anwesenheit des Regisseurs Claude Lanzmann ermöglichen. Und vor dem Ende des Quartals, im März, wird eine neue große Ausstellung beginnen, die dem berühmten Fotografen August Sander und seinem Projekt Menschen des 20. Jahrhunderts gewidmet ist, dessen Umsetzung von den Worten "sehen, beobachten, denken" geleitet wurde.

Schließlich wird Ihnen im Shoah-Memorial in Drancy nun an einem Sonntag im Monat ein Treffen rund um eine Veröffentlichung oder ein historisches Thema angeboten. Verpassen Sie nicht die Lektüre des Internatstagebuchs von Georges Horan-Koiransky durch den Komiker Michel Jonasz!

Ich wünsche euch allen ein sehr schönes Jahr 2018!

Jacques Fredj,
Direktor der Gedenkstätte der Shoah

Das Programm online durchstöbern