Spende der Stadt Chelles an das Memorial

femmes juives Grands Boulevards 1942

Junge jüdische Frauen, die 1942 den Stern auf den Grands Boulevards trugen © BNF

Anlässlich des nationalen Gedenktages für die Opfer der Deportation am 24. April 2016 hat der Bürgermeister der Stadt Chelles, Brice Rabaste, zwei Ausstellungen zum Thema "Chelles, Justes et Déportés" sowie die Ausstellung der Gedenkstätte "Les Juifs de France dans la Shoah" eröffnet. im Kunstzentrum Kirchen.

Bei dieser Einweihung wollte die Gemeinde Chelles dem Mémorial de la Shoah und dem französischen Komitee für Yad Vashem 80.000 Euro spenden, um das Haus Lederman zu verkaufen, das der in Auschwitz-Birkenau deportierten und verstorbenen Familie Lederman-Sobol gehörte. Dieses Haus war seit der Befreiung der Lager unbewohnt geblieben, und die Stadt Chelles hatte alles unternommen, um mögliche Nachkommen zu finden. Da keine Erben identifiziert wurden, war das Haus 2012 auf den Privatbesitz der Gemeinde gefallen. Die Gemeinde verkaufte sie schließlich im Jahr 2015 und beschloss, einen Teil des Verkaufs an beide Organisationen zu spenden.

Der restliche Betrag in Höhe von 80.000 Euro wird für die Einrichtung eines Dokumentationsfonds für Kinder verwendet, der sich um eine Sammlung von Büchern über Toleranz, Geschichte und Frieden drehen soll. Im Gedenken an die Familie Lederman wird diese Kollektion ihren Namen tragen