Überlebende und Flüchtlinge (1944-1947)
Wednesday, January 27, 2016 to Sunday, November 20, 2016
Nach der Katastrophe lösten die Befreiung Europas und das Ende des Zweiten Weltkriegs enorme Gefühle von Freude, Hoffnung und Erleichterung aus. Aber die Rückkehr zum normalen Leben schien für die europäischen Juden, die den von ihren lokalen Komplizen unterstützten Versuch der totalen Vernichtung durch die Nazis überlebt hatten, kaum möglich. Trotz allem sehnten sich alle Überlebenden danach, wieder mit ihren Liebsten vereint zu sein, nach Hause zurückzukehren oder einen sicheren Zufluchtsort zu finden, wieder zur Arbeit zu gehen und sich eine Zukunft vorzustellen - entweder in Europa oder anderswo. Doch herrschten überall Chaos und Unsicherheit.
In Polen flohen die Hälfte der Flüchtlinge, die aus der UdSSR zurückgekehrt waren, und die wenigen Holocaust-Überlebenden. Im besetzten Deutschland waren über 250.000 Juden wie andere in Flüchtlingslagern geparkt und warteten darauf, von einem Land aufgenommen zu werden. In Frankreich haben Beamte Repatriierungs- und Wiedereingliederungsprogramme für "rassische" Deportierte eingerichtet, die eine Minderheit unter der Gesamtzahl der Deportierten darstellen. Spezifische Verfolgung hatte sich gegen Juden gerichtet, aber ihr Schicksal war nur ein Problem unter vielen anderen im Maßstab des Kontinents. Hilfe kam daher von den jüdischen Gemeinden selbst, die es geschafft haben, das religiöse, kulturelle und politische Leben wieder aufzubauen. Die Zeit nach dem Holocaust war nicht nur eine Zeit, in der Juden unterstützt wurden, sondern sie nahmen ihr Schicksal wieder in ihre Hände.
Für Einzelpersonen: 7. und 21. Juli 2016 von 19:30 bis 21:00
Kostenlos. Keine vorherige Buchung erforderlich.
Für Gruppen: auf Anfrage, Buchung erforderlich: 01 53 01 17 86
Nach der Shoah, das Ausstellungsheft, Memorial de la Shoah, 2016. Ausverkauf im Shoah Memorial Bookshop und im Online-Bookshop.
Henry Rousso (CNRS) mit Laure Fourtage (Paris 1), Julia Maspero (Paris 1), Constance Pâris de Bollardière (EHESS), Simon Perego (Sciences Po Paris).
Marie-Edith Simonneaux Agostini assistiert von Yasmin Gebhard, Shoah Memorial.
Verschiedene Veranstaltungen, darunter Filmvorführungen, Podiumsdiskussionen und Erfahrungsberichte, ergänzen und beleuchten "Nach dem Holocaust". Buchen Sie Ihren Sitzplatz online oder an der Rezeption des Memorials.