Hélène Berr war 1942 21 Jahre alt. Sie war Pariser und Studentin an der Sorbonne; sie führte von April 1942 bis Februar 1944 täglich ihr Tagebuch. Dieser Text von außergewöhnlicher literarischer Qualität verbindet die tägliche Erfahrung des Unerträglichen mit der verträumten Welt der Briefe und wechselt in jedem Moment zwischen Hoffnung und Verzweiflung.
Am 8. März 1944 verhaftet, wird sie mit ihrem Vater und ihrer Mutter nach Auschwitz deportiert. Sie überlebte die Prüfung fast bis zum Ende und erlag im April 1945 in Bergen-Belsen vor der Befreiung des Lagers der Erschöpfung.