Wie kann man sich Simone Veil anders nähern als auf dem Weg, der inzwischen der Staatsfrau vertraut ist? Wie kann man die Unschuld einer Kindheit in Nizza wiederherstellen, die durch die Besatzung und die Deportation brutal unterbrochen wurde?
Die Ausstellung Simone Veil. Meine Schwestern und ich, entworfen von dem Regisseur und Fotografen David Teboul, ist bestrebt, die intime Geschichte der Familie Jacob zum Vorschein zu bringen. Durch eine Reihe von Dokumenten - Korrespondenz, Fotografien, Interviews - entdeckt der Besucher die tiefe Beziehung zwischen Madeleine (Milou), Denise und Simone vor, während und nach dem Krieg.
Eine intime Dimension, die selten hervorgehoben wird. In den vorgestellten Archiven können die Worte und Stimmen der Schwestern Jacob gelesen und gehört werden, die uns ihre Kindheit in Nizza erzählen, das Engagement von Denise im Widerstand, die Verhaftung von Simone, Milou und ihrer Mutter Yvonne im Frühjahr 1944, die Deportation, die Trennungen, die Verluste, dann die Nachkriegszeit bis zum Tod von Madeleine im Jahr 1952.
Besondere Aufmerksamkeit gilt ihrem jüngeren Bruder Jean, einem angehenden Fotografen, mit der Ausstellung mehrerer seiner Bilder, die lange im Familienkreis verblieben sind. Jean Jacob wurde 1944 zusammen mit seinem Vater vom Konvoi 73 deportiert. Eine zärtliche und zugleich tragische Familiengeschichte, die sich mit der großen Geschichte verbindet und das Schicksal der französischen Juden bezeugt.
Kurator der Ausstellung:
Allgemeine Koordination:
Agentur Eva Albaran:
Holocaust-Gedenkstätte: Clara Lainé
Bühnenbild: Cécile
Grafik:
Programmierung der Ausstellung: