Simone Veil. Meine Schwestern und ich, Neuheit 2026

Dienstag, 10. Februar 2026 Donnerstag, 15. Oktober 2026

Wie kann man sich Simone Veil auf einem anderen Weg nähern als dem, der ihr inzwischen vertraut ist, der Staatsfrau? Wie kann die Unschuld einer durch die Besetzung und Deportation brutal unterbrochenen Kindheit in Nizza wiederhergestellt werden?

Die Ausstellung Simone Veil. Meine Schwestern und ich, gestaltet vom Regisseur und Fotografen David Teboul, sind bestrebt, die intime Geschichte der Familie Jacob ans Licht zu bringen. Durch eine Reihe von Dokumenten - Korrespondenzen, Fotografien, Interviews - entdeckt der Besucher die tiefe Beziehung zwischen Madeleine (Milou), Denise und Simone vor, während und nach dem Krieg.

Eine intime Dimension, die selten hervorgehoben wird. Die präsentierten Archive bieten das Lesen und Hören der Worte und Stimmen der Jacob-Schwestern, die uns ihre Kindheit in Nizza erzählen, das Engagement von Denise im Widerstand, die Verhaftung von Simone, Milou und ihrer Mutter Yvonne im Frühjahr 1944, die Deportation, die Trennungen, die Verluste, dann die Nachkriegszeit, bis zum Tod von Madeleine im Jahr 1952.

Besonderes Augenmerk wird auf ihren jüngeren Bruder Jean gelegt, einen angehenden Fotografen, mit der Ausstellung mehrerer seiner Bilder, die lange im Familienkreis geblieben sind. Jean Jacob wurde 1944 mit seinem Vater vom Konvoi 73 deportiert. Eine zärtliche und zugleich tragische Familiengeschichte, die sich mit der großen Geschichte verbindet und das Schicksal der Juden Frankreichs bezeugt.

Kurator der Ausstellung: David Teboul

Allgemeine Koordination:

Agentur Eva Albaran: Tatiana Titli, Louise Riou

Shoah-Gedenkstätte: Clara Lainé, Sophie Nagiscarde

Szenografie: Cécile Degos

Grafik: Eric Pillaut

Programmierung rund um die Ausstellung: Julie Maeck, Pauline Dubuisson, Louise Gurman-Dessauce

Freier Eintritt

1. Stock

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