Die Shoah, eine Gewohnheit der Tragödie
Sonntag, 11. Dezember 2016 um 16:30
Anlässlich der Veröffentlichung von "L'Histoire confisquée de la destruction des Juifs d'Europe. Usages d'une tragédie" von Georges Bensoussan, PUF, 2016.
Der jüdischer Völkermord hat den Rahmen der jüdischen Gemeinschaften überschritten, bis er im Westen zu einem kulturellen Ereignis wurde. Aber hier und da treten ein Gefühl der Sättigung und Kritik an seinem Platz im kollektiven Gedächtnis auf. Für viele würde diese Gedächtniszentralität im Gegensatz zum angestrebten Ziel den "Wettbewerb der Opfer" nähren und sogar das Denken an die Gegenwart verhindern.