Anlässlich des Treffens zum Thema "
Warum ein Buch über General Varret?Die Geschichte dieses hochrangigen Offiziers der französischen Armee erzählt die Geschichte einer Generation von Männern. Eine Generation, die vom Zweiten Weltkrieg, dem Trauma der Niederlage, dem Ende des französischen Kolonialreiches (Algerien, Indochina) und dem Ende seiner "Größe" geprägt war.
Dieses Buch erinnert daran, dass Jean Varret der einzige seiner Generation war, der verstanden hatte, was das ruandische Regime ihm sagen wollte. Er hat versucht, seine Vorgesetzten zu warnen, damit Frankreich seine Politik in Ruanda ändert.
Seit mehreren Jahren ist General Varret von einem aufrichtigen Wunsch beseelt, seine Geschichte zu warnen und sie an die jungen Generationen weiterzugeben.
Ohne ethisches Gepäck laufen wir einer Katastrophe entgegen, wie die tragische Verstrickung Frankreichs in Ruanda zeigt.
Das Bewusstsein für die Rolle Frankreichs im Prozess, der zum Völkermord an den Tutsi geführt hat, wird geschärft: Die französischen Behörden haben bewusst weiterhin das ruandische Regime unterstützt. Zum zweiten Mal in seiner Geschichte wird Frankreich mit einem Verbrechen des Völkermords in Verbindung gebracht.
Zeigen, dass man bei der Entscheidungsfindung niemals auf Ethik verzichten sollte, zeigen, was passiert, wenn wir ethische Fragen in unseren Entscheidungen vermeiden.
Freier Eintritt bei Anmeldung zum Treffen am Donnerstag,
Das Treffen wird live auf dem Facebook-, Youtube- und Twitter-Account der Gedenkstätte der Shoah übertragen.