Hubert Cain ist am 29. Dezember 2019 im Alter von 90 Jahren in Paris verstorben. Er wurde am Freitag, den 3. Januar, auf dem Friedhof von Montmartre begraben, in Anwesenheit seiner Familie, seiner Angehörigen, darunter Serge und Beate Klarsfeld, sowie der Angestellten und Vertreter des Verwaltungsrats des Mémorial, insbesondere François Heilbronn, stellvertretenderPräsident des Mémorial und der Direktor der Stiftung für das Gedenken an die Shoah, Philippe Allouche.
Der ehemalige Bergbauingenieur, Honorardirektor der Snecma, Hubert Cain hat sich mit seiner Frau Larissa um Serge und Beate Klarsfeld in den 1970er Jahren engagiert, noch bevor die Söhne und Töchter der jüdischen Deportierten aus Frankreich geboren wurden. In den 1990er Jahren engagierte er sich am Mémorial an der Seite von Serge Klarsfeld. Im Jahr 1992, auf Initiative von ihm und Jean Corcos, trägt er dazu bei, die retrospektive Ausstellung "Le temps des Rafles" in Zusammenarbeit mit dem Memorial und dem CDJC zu entwerfen und zu zeigen, die am 27. März 1992 im Pariser Rathaus von Jacques Chirac eröffnet wurde. zum 50. Jahrestag der Abfahrt des ersten Deportationskonvois, der 1942 aus Frankreich abfuhr. Hubert Cain, stellvertretender Generalsekretär der Gedenkstätte und später Schatzmeister, hat die Entwicklung der Gedenkstätte seit 30 Jahren mit Strenge, Professionalität, Entschlossenheit, Hingabe, Verfügbarkeit und Bescheidenheit begleitet.
Immer positiv und enthusiastisch, war Hubert Cain auch herzlich und sehr menschlich in seinen Beziehungen zu den anderen.
Das Memorial und sein Präsident Éric de Rothschild sprechen seiner Ehefrau Larissa, seinen Kindern sowie seiner Familie ihr aufrichtiges Beileid aus. Sie ehren das Andenken an diesen Aktivisten der Erinnerung, ohne den die Gedenkstätte nicht das wäre, was sie heute ist.

Hubert Cain und seine Ehefrau Larissa im Mémorial de la Shoah 2015, Credit: Jean Marc Lebaz