Hommage an Robert Badinter, der am 9. Februar 2024 verstorben ist.

Das Shoah-Memorial verbindet sich mit der Emotion, die das Verschwinden von Robert Badinter, einem Mitglied des Verwaltungsrats unserer Institution, ausgelöst hat.

Robert Badinter hat uns am 9. Februar 2024 in seinem 95. Lebensjahr verlassen, 81 Jahre zu jedem Tag nach der Razzia in der Rue Sainte Catherine, bei der sein Vater, Samuel Badinter, festgenommen wurde und dessen Zeuge er war. Samuel Badinter wurde am 25. März 1943 vom KZ Drancy durch den Konvoi 53 deportiert und in Sobibor ermordet.

Robert Badinter, der das Gesetz initiierte, das 1981 unter François Mitterrand zur Abschaffung der Todesstrafe führte, ermöglichte die Untersuchung und den Prozess gegen Klaus Barbie im Rahmen der rechtsstaatlichen Garantien und betonte, dass die Justiz unantastbar sein müsse. Symbolisch hatte Robert Badinter beschlossen, dass Barbie im Gefängnis von Montluc inhaftiert werden sollte, wo er während des Krieges verübt worden war.

Angesichts des Prozesses, der ihn 2007 gegen den Leugner Faurisson geführt hatte, erklärte Robert Badinter: "... Damit die Dinge für mich klar sind, bis zum Ende meiner Tage und solange ich noch einen Atemzug habe, werdet ihr niemals die tragischsten Fälscher der Geschichte und der Geschichte sein, von denen ich hoffe, dass die Menschheit daraus lernt und sie nicht vergisst."

Das Shoah-Memorial spricht der Familie von Robert Badinter sein aufrichtiges Beileid aus.

Das außergewöhnliche Treffen mit Robert Badinter wiedersehen

Foto 1: Vortrag von Robert Badinter vor Mitgliedern der Pariser Anwaltskammer im Mémorial de la Shoah. Paris, 03.04.2012
Foto 2: Robert Badinter steht mit seinen Enkelkindern bei der Zeremonie von Haskarah vor der Namensmauer im Shoah-Memorial. Paris, 12.09.2010. © Gedenkstätte der Shoah
Foto 3: Robert Badinter und Bereck Dudkiewicz, Überlebender des Konvois bei einer Gedenkfeier. Ohne Ort und Datum. © Mémorial de la Shoah/ Coll. Ghislaine Spitzer
Foto 4 und 5: Pierre Kaufmann, Claude Kelman und Robert Badinter bei der offiziellen Hazkara-Zeremonie im Mahnmal des unbekannten jüdischen Märtyrers. Paris am 08.10.1989. © Daniel Franck/Mémorial de la Shoah