Neshama: Wenn die europäische Jugend wieder an das Gedächtnis der Nachrichten erinnert

Am 27. Januar, dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer der Shoah, fand das erste Treffen junger europäischer Botschafter für das Gedenken an die Shoah im Rahmen des Projekts Neshama statt.

Diese Veranstaltung verlängerte mehrere Monate der Vorbereitung und des Austauschs in virtuellen Begegnungen.

Vom 25. bis 28. Januar trafen sich in Paris, Drancy und Bobigny junge Europäer aus fünf Ländern zu einer gemeinsamen Verpflichtung: die Erinnerung an die Shoah und das jüdische Leben in Europa weiterzugeben.

Neshama wird vom Mémorial de la Shoah mit Unterstützung der Europäischen Kommission koordiniert und basiert auf einem Konsortium aus acht Partnerinstitutionen:

  • Deutschland: Gedenkstätte des KZ Langenstein-Zwieberge
  • Kroatien: Gedenkstätte Jasenovac & Ministerium für Wissenschaft, Bildung und Jugend
  • Frankreich: Shoah-Gedenkstätte & Mahnmal für die Märtyrer der Deportation
  • Griechenland: Jüdisches Museum von Griechenland & Ministerium für Bildung und religiöse Angelegenheiten
  • Polen: Staatliches Museum von Auschwitz-Birkenau

Das Treffen von Neshama in Paris brachte 250 Schüler, Lehrer und Partner mit Unterstützung des deutschen Außenministeriums zusammen.

Das Programm enthielt zahlreiche Höhepunkte: Vorstellung der Geschichte der Shoah in ihrem Land durch die Präsentation ihres Erinnerungsortes durch junge Botschafter, Rundgang auf den Spuren des jüdischen Lebens in Paris und der Shoah. Europäische Reflexion über den Widerstand jüdischer Frauen gegen die Shoah, vorgeschlagen von der Professorin Lisa Pine, aber auch das eindringliche Zeugnis von Arlette Testyler, einer Überlebenden der Shoah.

Das Treffen in Neshama ermöglichte es den jungen Botschaftern auch, am 27. Januar an offiziellen Zeremonien teilzunehmen. Sie endete am 28. im Rathaus von Paris mit den Beiträgen von Laurence Patrice, Vizebürgermeisterin von Paris, und Jacques Fredj, Direktor des Mémorial de la Shoah. und von Pascale Falek, politischer Beraterin bei der europäischen Koordinatorin für den Kampf gegen Antisemitismus und die Unterstützung des jüdischen Lebens in Europa, sowie in Anwesenheit von Gudrun Lingner, Geschäftsleiterin an der deutschen Botschaft in Paris, und Lada Muraj, erster Sekretär der kroatischen Botschaft in Frankreich.

© Shoah-Gedenkstätte / Yonathan Kellerman und Laurent Bagnis