Ausstellung "Die Musik in den NS-Lagern" Ausstellung

Donnerstag, 20. April 2023 Sonntag, 25. Februar 2024

Am Donnerstag, dem 20. April 2023, hat die Gedenkstätte der Shoah ihre neue Ausstellung "Musik in den nationalsozialistischen Lagern" eröffnet.

In den Konzentrationslagern und Todeszentren des NS-Regimes ertönte die Musik täglich. Warum eine solche musikalische Präsenz in Räumen, wo die grundlegendsten Freiheiten verletzt wurden?

Die Hauptverwendung der Musik, die noch unbekannt ist, wurde von den Lagerbehörden bereits 1933 eingeführt: es handelt sich um eine "erzwungene" Musik, die auf Befehl von Häftlingsorchester gespielt wird. Sie stellt ein vollwertiges Werkzeug für die Prozesse der Anpassung und Vernichtung dar. Seine zweite Verwendung ist die, die von den Häftlingen spontan gemacht wird: Toleriert von den Blockführern oder manchmal völlig heimlich, gehört diese Musik zu den Strategien des psychologischen Überlebens und des spirituellen Widerstands gegen das Lagersystem.

Die Ausstellung präsentiert der Öffentlichkeit zum ersten Mal zahlreiche Zeugnisse, Instrumente, Partituren und Zeichnungen von inhaftierten Frauen und Männern; sowie Fotografien von SS. Sie behandelt auch einige Sonderfälle, insbesondere französische Internierungslager, die zu Transitlagern geworden sind, oder das Ghetto-Lager von Theresienstadt. Und vor allem bringt sie die Musik zum Vorschein, die im KZ-System von Dachau bis Buchenwald und - erstaunlicherweise - in den Vernichtungszentren von Treblinka, Majdanek, Chełmno oder im Auschwitz-Komplex widerhallen.

Wissenschaftliches Kommissariat: Élise Klein, Musikwissenschaftlerin und Dozentin für Musikgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts.
Allgemeine Koordination: Sophie Nagiscarde, Leiter der kulturellen Aktivitäten, und Lucile Lignon, Leiter der Wechselausstellungen, unterstützt von Léonie Mütze und Zoé Schockiert.
Szenografie und Museumskunst: Atelier Clémence Farrell - Museum.
Grafik: Workshop JBL

Nehmen Sie an der Reihe von Treffen rund um die Ausstellung teil 

Freier Eintritt, im 1. Stock des Mémorial de la Shoah in Paris