Museumsnacht 2026

Anlässlich des hundertsten Geburtstags von Edgar Hilsenrath, am Samstag, den 23. Mai 2026, konnten viele Zuschauer auf dem Vorplatz eine inszenierte Lesung von Edgar Hilsenraths "Nacht" im Mémorial de la Shoah besuchen, aufgeführt von Bastien Bouillon. Schauspieler und begleitet von Louise Bouillon Holt, Musikerin und Schauspielerin, Azeddine Benamara, Musikerin, und Tristan Chevalier, Musiker.

Fotorechte: © Yonathan Kellerman / Mémorial de la Shoah

"Nacht" ist der Ausgangspunkt für das Werk von Edgar Hilsenrath (1926-2018), das sich an seiner eigenen Geschichte und dem ukrainischen Ghetto orientiert, in dem er zwischen 1941 und 1945 vier Jahre verbrachte. In einem mechanischen, prägnanten, halluzinatorischen und fast filmischen Stil erzählt der Roman die Geschichte von Ranek, der im Laufe der Tage versucht, im Ghetto von Prokov zu überleben.

Die Figuren werden auf Schatten reduziert... als hätten sie keine Seele und keinen Körper mehr. Doch in diesem permanenten Nebel überfluten Elemente des Lebens: Hunger, Kälte, Szenen der hastigen Liebe oder der Geburt inmitten des Ghettos zeigen, dass die Menschheit bleibt.

Zwanzig Jahre lang in Deutschland zensuriert, gilt "Nacht" heute als das Meisterwerk des jüdischen deutschen Schriftstellers.

Entdecken Sie das Interview mit den Künstlern 

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