Eine Delegation des Mémorial de la Shoah und der Vereinigung der Familien und Freunde der Deportierten des Konvois 73 hat gerade
Die Einrichtung eines Museums
Diese Treffen fanden am Rande der Reise

Tallinn, 9. Mai 2018
Seit 1993 kommen die Familien und Überlebenden der Shoah aus Frankreich, um an die jüdischen Deportierten des Konvois 73 zu erinnern, der am 15. Mai 1944 vom Lager Drancy nach Litauen und Estland abfuhr. Von 878 Männern wurden 856 ermordet, nur 22 mussten 1945 in ihre Heimat zurückkehren.
300 dieser Männer wurden von den Nazis hierher ins Patarei-Gefängnis gebracht. Unter unmenschlichen Bedingungen wurden sie unter anderem Bucherungsarbeiten unterzogen, aus denen sie nicht zurückkehrten, und für den Bau des Flugplatzes Lasnamäe eingesetzt.
An diesem Ort haben wir an die Tragödie erinnert, die die Deportierten aus Frankreich und aus vielen anderen Ländern erlebt haben, angefangen bei denen aus Estland.
Die Vereinigung der Söhne und Töchter der jüdischen Deportierten aus Frankreich unter dem Vorsitz des Historikers und Anwalts Serge Klarsfeld ließ eine Plakette an der Gefängnismauer anbringen. Der Verein Les Familles et Amis des Déportés du Convoi 73 ist für das 2010 errichtete Denkmal verantwortlich. Der Verein Les Familles et Amis des Déportés du Convoi 73 und das Mémorial de la Shoah haben 2014 gemeinsam die Schaffung eines Gedenksteins auf dem Flugplatz von Lasnamäe vorangetrieben.
Die Geschichte des Patarei-Gefängnisses ist nicht auf seine kriminelle Nutzung durch die Nazis im Zweiten Weltkrieg beschränkt. Wir befinden uns tatsächlich auf einer Website der pluralen Erinnerung. Aber die Einzigartigkeit des Schicksals der jüdischen Deportierten an diesem Ort darf nicht ignoriert oder heruntergespielt werden.
Während das Gedenkprojekt des Gefängnisses von Patarei Gestalt annimmt, Wir bekräftigen die dringende Notwendigkeit, die Spuren der Opfer des Völkermords an den Juden durch die Nazis und ihre Mitarbeiter zu bewahren sowie die Weitergabe dieser einzigartigen Geschichte in all ihren Formen durch eine strikte Erinnerung an die Fakten und durch historische Forschung, durch Unterricht und durch die Ehrung der Opfer.
Die Erinnerungen an verschiedene Verbrechen am selben Ort widersprechen sich nicht, schließen einander nicht aus. Im Gegenteil, sie ergänzen sich gegenseitig und erinnern gleichzeitig an ihre jeweiligen Besonderheiten.
Die Gedenkstätte der Shoah
Die Vereinigung der Söhne und Töchter der jüdischen Deportierten Frankreichs
Die Vereinigung der Familien und Freunde der Deportierten des Konvois 73