Celan, die Shoah und die deutsche SpracheHommage anlässlich des hundertsten Geburtstags von Paul Celan. Begegnung zum Gedenken an Bruno Schrager, den mütterlichen Onkel von Paul Celan, der mit dem Konvoi 57 nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurde.
Das Gespräch über den Menschen und sein Werk wird zwei Richtungen verfolgen. Das erste ist die - im engeren Sinne des Wortes - historiographische Dimension der kelanischen Schrift. Wie dokumentierte Celan die Ereignisse von den Vernichtungslagern und der Atombombe bis zum Sechstagekrieg und Mai 1968 poetisch, und wie schrieb er in seinen Gedichten die Geschichte des 20. Jahrhunderts? In einem zweiten Schritt wird die sprachliche Achse verfolgt. Celan lebte fast sein ganzes schriftstellerisches Leben in Frankreich, aber er konnte sein Werk nicht in einer anderen Sprache als Deutsch schreiben, in einer anderen Sprache als der der Organisatoren und Vollzieher der Vernichtung der europäischen Juden.
Sonntag, 15. November 2020, 14 Uhr
Runder Tisch: Celan, die Shoah und die deutsche Sprache.
Teilnahme an der Podiumsdiskussion: Celan, die Shoah und die deutsche Sprache
Online-Vorführung
Frankreich, Cyclope & Compagnie, 22 min, 2019, deutsch, ukrainisch, rumänisch, französisch, VOstfr.
Vorpremiere, die die Spuren von Paul Celan und seinen Eltern in der Ukraine nachzeichnet.
Vorstellung des Films durch Thierry
Thierry
Online-Vorführung
Frankreich/Deutschland, Dokumentarfilm, 92 Min., Goupil cinémaginaire, Svidas Production, Traumhaus Studios, 2020.
Dieser Film, der dem Dichter Paul Celan gewidmet ist, beginnt mit einer Suche, einer initiatorischen Reise durch ein Land namens Podolie, das von einem majestätischen Fluss, dem südlichen Boug, durchquert wird. Während des Zweiten Weltkriegs nannte sich dieses Land Transnistrien und war der Ort, an dem die rumänischen Juden deportiert wurden. Der Film beginnt mit der Suche nach den Orten und stellt die Route der Deportierten von Czernowitz in der Bukowina, insbesondere der Mutter des Dichters Paul Celan, bis nach Michailowka am Ufer des Flusses Bug dar. Die Schönheit der Orte ist nur mit der Hölle gleichzusetzen, in die sie verwandelt wurden.
Vorstellung des Films durch Marc
Marc
In Partnerschaft mit:
Mit der Unterstützung der Stiftung für das Gedenken an die Shoah