In den letzten 30 Jahren hat die russische Organisation Memorial eine entscheidende Rolle dabei gespielt, eine Geschichte der politischen Gewalt in der UdSSR zu schreiben, die Menschenrechte zu verteidigen, die stalinistischen Verbrechen anzuprangern und diese Arbeit bekannt zu machen.
Die Entscheidung zur Auflösung dieser Vereinigung, die am 28. Februar dieses Jahres, vier Tage nach dem Beginn der russischen Aggression gegen die Ukraine, im Berufungsverfahren bestätigt wurde, ist ein ungeheurer Angriff auf das historische Gedächtnis, auf die Geschichte der UdSSR und des Stalinismus. Die Behörden haben die Aktivitäten einer Organisation, die in den letzten 30 Jahren ihre Spuren hinterlassen hat, beendet, um das historische Gedächtnis zu ihrem eigenen Vorteil zu konfiszieren und ihr historisches Narrativ aufzuzwingen. Es ist auch das Ergebnis eines langen Prozesses der Belästigung.
Diese Diskussionsrunde wird die Geschichte des Mémorial von seiner Gründung während der Perestroika bis zu den Folgen dieser Auflösung, den in den letzten Jahren durchgeführten öffentlichen Aktionen und den "Verbrechen gegen die Geschichte" beleuchten.
Alexandra Polivanova
Nicolas Werth
Alain Blum
Kostenlos, bei Anmeldung
Das Treffen wird auf der Website, den Facebook- und YouTube-Seiten des Mémorial de la Shoah übertragen.