"Die Shoah als Ausgangspunkt": Eine polnisch-ukrainische Formation zur Auseinandersetzung mit den divergierenden historischen Erzählungen

Was ist "die Shoah als Ausgangspunkt"?

Das Programm "Die Shoah als Ausgangspunkt" ist eine vom Mémorial de la Shoah im Jahr 2015 initiierte Initiative, die darauf abzielt, auf regionaler oder nationaler Ebene Lehrergemeinschaften mit unterschiedlichen historischen Erzählungen zu verbinden.

Es wird in diesem Jahr in 14 europäischen Formationen unterteilt, die in zwei Stufen eingeteilt sind: Anfänger und Fortgeschrittene. Das Netzwerk besteht aus etwa dreißig Partnern: Ministerien für nationale Bildung, Lehrervereinigungen, Museen usw.

Ausbildung in Lublin

Diese Ausgabe zwischen Polen und der Ukraine brachte polnische und ukrainische Professoren zusammen, die vom 21. bis 23. Oktober in Lublin zusammenkamen. Das Praktikum wurde vom Ośrodek Rozwoju Edukacji, dem Ukrainischen Zentrum für Shoah-Studien und der Shoah-Gedenkstätte gemeinsam organisiert und brachte 34 fortgeschrittene Lehrkräfte zusammen.

Neben der Vertiefung des Wissens über den Ablauf der Shoah in Polen und der Ukraine befassten sich die Arbeiten insbesondere mit den interethnischen Gewalttaten in Wolhynien und Galizien zwischen 1943 und 1947 sowie mit den Pogromen im Sommer 1941 in Jedwabne und Lwiw.

Die pädagogischen Workshops ermöglichten es den Lehrern, sich einerseits zu den Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Shoah-Unterricht in den baltischen Staaten zu äußern und andererseits neue Methoden des Shoah-Unterrichts zu entwickeln.

Diese Aktion wurde von der Claims Conference mitfinanziert.