Vom 7. April bis Mitte Juli 1994 starben auf den Hügeln Ruandas über eine Million Tutsi-Männer, -Frauen und -Kinder im Namen einer politischen Utopie, die darauf abzielte, die rassische Reinheit einer Hutu-Nation wiederherzustellen, in der eine Minderheit als schelmisch und schädlich dargestellt wurde. Die Hutu-Extremisten, die sich in ihrer Existenz bedroht sahen, begannen am 7. April 1994 mit einer äußerst effektiven Massaker.
Anlässlich des 30. Gedenkens an den Völkermord an den Tutsi versucht die Ausstellung, ein Ereignis verständlich zu machen, das noch allzu oft reduktionistischen Interpretationen unterworfen ist. Als Produkt der langen Geschichte unseres tragischen 20. Jahrhunderts hat er auf präzise politische Logik reagiert, die ihrerseits von einer rassistischen Ideologie getragen wird, die in der kolonialen und postkolonialen Vergangenheit Ruandas verankert ist.
Seit vielen Jahren engagiert sich das Shoah-Memorial für die Weitergabe der Geschichte und des Gedenkens an den Völkermord an den Tutsi. Es möchte seine Unterstützung für die Opfer und die Überlebenden in dieser Zeit des Gedenkens bekräftigen.
Wissenschaftliches Kommissariat:
Koordination und Forschung:
Anpassung der Ausstellung im Jahr 2024
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Sichtbare Allee der Gerechten im Shoah-Memorial in Paris