Der Jahresbericht

Liebe Freunde,
Im Laufe des Jahres 2021 kehrte das Publikum langsam aber sicher zurück zum Memorial, sowohl vor als auch außerhalb der Gedenkstätte. Wir haben weiterhin Bildungsinitiativen und Online-Übertragungen - in den sozialen Medien und auf unserer Website - eingeführt. Die meisten unserer Veranstaltungen sind jetzt sowohl persönlich als auch online verfügbar, oft live auf unserer Website und unseren Social-Media-Kanälen. Eine Reihe von Meilensteinen, die dieses Jahr besonders intensiv waren:
Unsere Ausstellung, die sich den Homosexuellen und Lesben im von Deutschland besetzten Europa widmete, war sehr erfolgreich und ermöglichte es einem neuen Publikum, das Memorial zu entdecken. In diesem Jahr wurden außerdem fünf Kontaktblätter, 98 Fotografien und Negativfotos des "Green-Card"-Rundgangs erworben. Dieser exklusive Bericht zeigt im Detail jeden Schritt der ersten Gruppenverhaftung von Juden in Paris am 14. Mai 1941 durch französische Polizeikräfte auf Initiative der deutschen Behörden. Diese Akquisition erhielt eine beträchtliche Medienberichterstattung und viele Menschen besuchten die Open-Air-Ausstellung im Japy Gymnasium im 11. Arrondissement von Paris.
Wir fühlen uns geehrt und freuen uns, dass das Jules Isaac Cultural Center, eine emblematische Institution der Geschichte der Juden in Auvergne, dem Shoah-Memorial beigetreten ist, um seine Aktivitäten permanenter zu machen.

Gedenkfeiern, öffentliche Lesungen der Namen der Deportierten, die Feier des Aufstandes im Warschauer Ghetto, die Zeremonien von Jom HaShoah und Hazkarah wurden alle von unserem treuen Publikum besucht, sowohl persönlich als auch online.

Im Jahr 2021 empfing unsere Institution fast 2.045 Schulgruppen und trainierte fast 5.800 Fachleute, um ihnen zu helfen, die Geschichte des Holocaust und anderer Völkermorde zu lehren und das innere Funktionieren von Rassismus und Antisemitismus sowie den Hass, aus dem sie entstehen, zu zeigen. Im Rahmen ihrer pädagogischen Mission und im Kontext des National Resistance and Deportation Contest arbeiteten das Shoah Memorial und das National Resistance Museum erstmals zusammen, um eine gemeinsame Ausstellung zu präsentieren, die die Entstehung des Wettbewerbs darstellte.

Ich bin allen unseren Spendern besonders dankbar für ihre fortgesetzte Unterstützung und Beiträge zu den Bildungsbemühungen des Shoah-Memorials gegen Hass und Intoleranz. Dank euch, liebe Spender, können wir weiterhin die Erinnerung an den Holocaust weitergeben, eine Arbeit, die so effektiv, kostbar und wesentlich ist.

Éric de Rothschild
Präsident des Shoah Memorial

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