Julia Pirotte
Im Mai 1940, nach dem deutschen Einmarsch in Belgien, nahm sie den Weg des Exodus. Sie zieht nach Marseille, wo sie für die lokale Presse durch die Region streift.
Seine Reportagen zeigen die prekären Lebensbedingungen der Bewohner des alten Hafens, das Leben der jüdischen Frauen und Kinder im Lager von Bompard, die Maquis des Widerstands. Widerstand, dem sie sich schon früh mit ihrer Schwester Mindla Diament anschließt. Verbindungsperson für die FTP-MOI, sie transportiert Flugblätter und Waffen und stellt gefälschte Papiere her. Am 21. August 1944, an der Seite der Aufständischen, fotografiert sie die Befreiung von Marseille.
Nach dem Krieg kehrt sie nach Polen zurück. Dort wirft sie einen doppelten Blick: ein Land, in dem der Antisemitismus nicht gestorben ist, sondern sich im Wiederaufbau befindet. Sie beendete ihre Karriere in den späten 1960er Jahren. Ab den 1980er Jahren wurden seine Fotografien in zahlreichen Ausstellungen in Arles, New York, Charleroi, Paris und Warschau gezeigt.
Freier Eintritt
Die Ausstellung befindet sich im Zwischengeschoss.