Ausstellung "Julia Pirotte, Fotografin und Widerstandskämpferin" #expojuliapirotte

Mittwoch, 08. März 2023 Mittwoch, 30. August 2023

Julia Pirotte (1907-2000), geboren in Konskowola, Polen, in einer armen jüdischen Familie. Sie wurde mit 17 Jahren wegen ihres Engagements in der kommunistischen Jugend verhaftet und verbrachte vier Jahre im Gefängnis. Im Jahr 1934 floh sie mit Hilfe der Internationalen Roten Hilfe aus Polen. Nach ihrer Ankunft in Belgien heiratete sie den Arbeiter und Gewerkschafter Jean Pirotte und lernte die spätere Widerstandskämpferin Suzanne Spaak kennen. Dank dieser begann sie ein Studium der Fotografie und begann eine Karriere als Fotojournalistin.

Im Mai 1940, nach dem deutschen Einmarsch in Belgien, nahm sie den Weg des Exodus. Sie zieht nach Marseille, wo sie für die lokale Presse durch die Region streift.

Seine Reportagen zeigen die prekären Lebensbedingungen der Bewohner des alten Hafens, das Leben der jüdischen Frauen und Kinder im Lager von Bompard, die Maquis des Widerstands. Widerstand, dem sie sich schon früh mit ihrer Schwester Mindla Diament anschließt. Verbindungsperson für die FTP-MOI, sie transportiert Flugblätter und Waffen und stellt gefälschte Papiere her. Am 21. August 1944, an der Seite der Aufständischen, fotografiert sie die Befreiung von Marseille.

Nach dem Krieg kehrt sie nach Polen zurück. Dort wirft sie einen doppelten Blick: ein Land, in dem der Antisemitismus nicht gestorben ist, sondern sich im Wiederaufbau befindet. Sie beendete ihre Karriere in den späten 1960er Jahren. Ab den 1980er Jahren wurden seine Fotografien in zahlreichen Ausstellungen in Arles, New York, Charleroi, Paris und Warschau gezeigt.

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Freier Eintritt

Die Ausstellung befindet sich im Zwischengeschoss.