Anlässlich des 100. Geburtstags von Claude Lanzmann und des 40.
Die Ausstellung «Shoah de Claude
Für die
Die Ausstellung konzentriert sich auf die vielen Jahre der Vorbereitung vor den Dreharbeiten. In dieser Zeit haben Claude Lanzmann und seine Assistenten Corinna Coulmas und Irena Steinfeldt-Levy in verschiedenen Ländern recherchiert und unzählige Vorgespräche geführt, die auf Magnetbändern aufgezeichnet wurden. Diese bisher unbekannten Audioaufnahmen zeigen, wie sehr sich der Regisseur für verschiedene Facetten des Holocaust interessierte, bevor er die Vernichtung zum zentralen Thema seines Werks wählte. Sie geben auch einen Einblick in die Erinnerung drei Jahrzehnte nach dem Ende des Krieges.
Die
Die Ausstellung zeigt Ausschnitte aus diesen Aufnahmen. Sie werden erstmals gleichzeitig in Paris und Berlin gezeigt. Der in 6 Teile gegliederte Rundgang lädt die Besucher ein
Man entdeckt dort die Erzählungen der Zeugen, die Claude Lanzmann nicht behalten oder filmen konnte. Darunter Überlebende aus verschiedenen Ghettos und Lagern, darunter der Dichter Avrom Suskever, Erich Kulka (Auschwitz), Ilana Safran (Sobibor) oder Retter wie Friedrich Graebe sowie ehemalige Verantwortliche und Vollstrecker der Endlösung.
Diese Aufnahmen erklingen von besonderer Relevanz in unserer Gegenwart, die mit dem Ende des Zeugnisses eine Unterbrechung erlebt.
Die Zeugen, die sich im Film ausdrücken, sprechen wie «Wiedergänger» von den Toten.
Um die Aufnahmen besser zu kontextualisieren, zeigt die Ausstellung auch Originaldokumente aus den privaten Archiven von Claude Lanzman. Diese Dokumente enthalten Briefe, Listen, Notizen und Karteikarten aus dieser Zeit der Forschung, die einen weiteren Einblick in die praktische Arbeit des Regisseurs und seiner Assistenten geben.
Entdecken Sie den Parcours der Ausstellung in 6 Teilen
Claude Lanzmann, französischer Regisseur und Journalist, wurde am 27. November 1925 in Bois-Colombes, Frankreich, geboren. Als Jugendlicher während der deutschen Besatzung trat er dem Widerstand bei. Nach dem Studium der Philosophie lehrte er 1948/1949 an der Freien Universität Berlin.
In dieser Zeit erstellte er seine ersten journalistischen Arbeiten. Anfang der 1950er Jahre begann er eine lange Beziehung mit Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. Er tritt der Redaktion des Magazins Les Temps Modernes bei und wird dessen
In den folgenden Jahrzehnten drehte Lanzmann viele weitere Filme. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen als Regisseur, Schriftsteller und Journalist. Er erhielt unter anderem den Goldenen Ehrenbären der Berlinale für sein gesamtes Werk.
Claude Lanzmann verstirbt am 5. Juli 2018 in Paris, einen Tag nach der Premiere seines letzten Films Les quatre sœurs.
Foto: Claude Lanzmann bei den Dreharbeiten von Shoah in Polen. © Association Claude und Felix Lanzmann.
Wissenschaftlicher Kommissar:
Französische Verfilmung:
Programmierung rund um die Ausstellung:
Eine
Rückblick auf die Eröffnungskonferenz der Ausstellung
Ingrid Cadoret
ingrid@c-la-vie.fr
Ninon Frankreich
ninon.france@c-la-vie.fr